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Die Geschichte des Schenkens

Schenken heute | Warum wir schenken | Besondere Geschenkideen

Tatsächlich hat das Schenken eine sehr lange Tradition

Geburtstag, Weihnachten, Muttertag, Einweihungsfeier, Ostern – es gibt unzählige Anlässe für Geschenke. In unserer Kultur gehören sie zu unserem sozialen Miteinander dazu. Geschenke gehören sich, sind beliebt, manchmal ein Muss und in vielen Fällen auch immer noch eine freiwillige Gabe, die von Herzen kommt. Doch seit wann ist dies so?

Mit Herz und Verstand – was jeder beim Schenken berücksichtigen sollte

Das Schenken selbst ist so alt wie die Menschheit, auch wenn es früher eine andere Bezeichnung und auch eine völlig andere Bedeutung hatte. Schön frühe Völker brachten ihren Gottheiten Gaben dar. Diese sollten die launischen Götter besänftigen und milde stimmen. Somit war das Schenken in der damaligen Tradition kein freiwilliger und selbstloser Akt, sondern erforderte eine Art Gegenleistung. Diese symbolische Bedeutung haftete dem Geben noch über Jahrtausende an.

Demonstration von Wohlstand und Macht

Einen anderen Charakter erhielt das Schenken im Mittelalter. Im Zentrum des Gebens und Nehmens stand nun nicht mehr eine unsichtbare Gottheit, sondern der Einflussreiche: Fürsten, Könige, Lehnsherren, kirchliche Würdenträger. Sie zeigten sich besonders großzügig, gaben rauschende Feste, in deren Rahmen kostbare Geschenke gemacht wurden. Damit demonstrierten sie ihren Wohlstand. Wer etwas auf sich hielt, machte besonders wertvolle Geschenke. Teure Geschenke dienten zudem dazu, wichtige Entscheidungsträger zu bestechen und ihr Wohlwollen zu erhalten.

Wer allerdings etwas verschenken möchte, muss auch etwas besitzen. Somit schloss sich der Kreislauf, indem gerade die Reichen und Mächtigen Mittel und Wege fanden, Besitz an sich zu bringen. Vieles war regelrechte Raubbeute, wurde, wenn nicht gestohlen, so doch enteignet und damit gewaltsam in den eigenen Besitz gebracht. Eleganter löste sich dieses Problem durch die mehr oder weniger freiwilligen Abgaben der Unterstellten, der Frondienstleistenden und all jener, die auf die Gunst ihres Herren angewiesen waren.

Schenken aus Barmherzigkeit

Das Wort „Schenken“ hat seinen Ursprung in einer Zeit, in der es auch eine neue, selbstlosere Bedeutung fand. Je besser es den Menschen ging, umso moderner wurde es, mit dem eigenen Wohlstand nicht zu prahlen, sondern etwas davon abzugeben. „Schenken“ war im Mittelalter die Bezeichnung für das langsame Ausgießen einer Flüssigkeit: Aus Mildtätigkeit schenkte man einem Durstleidenden ein erfrischendes Glas Wasser ein. Dieser Akt wurde symbolisch für die neue Form des Gebens. Erstmalig wurde keine Gegenleistung erwartet, sondern ein Geschenk stellte einen Akt der Nächstenliebe dar.

Das moderne Schenken

Mit der industriellen Revolution veränderte sich der Charakter des Schenkens nochmals. Da Menschen mittlerweile deutlich wohlhabender wurden und es nicht mehr allein darum ging, das Notwendige zum Leben zu haben, sondern sich darüber hinaus auch Dinge zu gönnen, die einfach nur Freude bereiten, etablierte es sich schnell, Feste wie Weihnachten oder auch einen Geburtstag zum Anlass zu nehmen, um sich gegenseitig etwas zu schenken. Dieser Grundgedanke ist dem Schenken bis heute in unserer Kultur erhalten geblieben.

Fröhliche Anlässe sollen mit aller Freude gefeiert werden. Diese Freude lässt sich am ehesten weitergeben, indem wir dem anderen etwas schenken, das er sich bestenfalls wünscht. Früher war das gar nicht so schwierig. Selbst die einfachsten Gegenstände waren Luxus, nicht jeder konnte sich immer und alles leisten. Der Umgang mit Alltagsgegenständen, die für uns heute völlig selbstverständlich sind, war ein völlig anderer. Wer sich alltäglich mit einer rauen Kernseife wäscht, freut sich unbändig über ein Stück wohlriechender Naturseife. Das junge Mädchen, das noch im Haushalt der Eltern lebt, ist froh, wenn ihm die ersten Handtücher zur Aussteuer geschenkt werden. Doch heute leben die meisten Menschen in unserer Kultur in einem Übermaß, der es schwermacht, mit Geschenken noch echte Freude zu bewirken. Daher stehen wir heute zu jedem Fest vor der Frage: Was soll ich nur schenken?

Warum machen wir noch Geschenke?

Welche Bedeutung hat das Schenken heute noch für uns? Das uralte Prinzip der Gegenleistung hat keine Bedeutung mehr. Es sei denn, es handelt sich um Werbegeschenke von Unternehmen und Dienstleistern.

Leider stellen mittlerweile Feste wie Weihnachten, Ostern oder auch Geburtstage für viele in der heutigen Zeit ein unliebsames Muss dar. Wir glauben nicht selten, etwas schenken zu müssen, weil es sich gehört, weil es üblich ist und vor allen Dingen, weil unser Gegenüber es von uns erwartet. Darüber hinaus interpretieren wir in die Geschenke auch immer die Haltung hinein, die der andere uns gegenüber haben könnte. Wer zu wenig schenkt, gilt schnell als geizig. Gleichzeitig werden überzogen teure Geschenke als unpassend oder angeberisch empfunden. Nützliche Dinge, wie sie noch im vorherigen Jahrhundert mit Freuden in Empfang genommen wurden, signalisieren nunmehr Einfallslosigkeit. Damit geht die besondere Bedeutung des Schenkens nicht selten verloren. Gerade der Zwang, etwas zu schenken, führt dazu, dass belang- und lieblose Dinge hin- und hergereicht werden. Weder der Schenkende, noch der Beschenkte haben an dieser Form der sinnlosen Schenkerei noch wirklich Freude.

„Wir schenken uns nichts mehr“ ist heutzutage oft die Lösung. So wirklich glücklich wird niemand damit. Denn im Grunde lieben wir das Schenken nach wie vor – solange es unserem tiefsten Wunsch entspringt, einander Freude zu bereiten.

Schenken als Symbol

Heute geht es also gar nicht mehr darum, was mit dem Schenken bewirkt wird. In einer Zeit, in der wir von Geschenken keinen sozialen, beruflichen oder religiösen Vorteil haben und auch unseren Status nicht wesentlich dadurch verändern können, geht es heute beim Schenken mehr denn je um Emotionalität. Wir wollen unseren Liebsten etwas schenken, um ein Lächeln auf ihrem Gesicht zu sehen. Dann macht es uns selbst auch Freude und ist mehr als eine lästige Pflicht.

Mit einem wohl überlegten Geschenk lösen wir Gefühle aus. Gerade für den Partner ist das Geschenk Ausdruck dessen, wie wir uns in die Beziehung einbringen. Persönliche Geschenke zeigen, dass wir uns Gedanken gemacht und nicht einfach nur irgendetwas ausgesucht haben, das gerade im Angebot war. Frauengeschenke, die auf die persönlichen Vorlieben und Interessen der Partnerin eingehen, signalisieren ihr, dass sie ihm wichtig ist. Wer etwas sehr Persönliches schenkt, zeigt damit, dass er dem anderen zugehört und sich über seine Wünsche und Bedürfnisse Gedanken gemacht hat. Doch kreative Geschenkideen sind nicht jedermanns Sache. Was also tun, wenn man dem Anderen gerne eine Freude machen möchte, selbst aber keine Idee hat, welches Geschenk sich dazu eignet?

Die Kunst des Schenkens in der heutigen Zeit

Schenken ist nach wie vor eine wundervolle Möglichkeit, seinem Gegenüber Zuneigung zu zeigen. Natürlich ist die Wahl des Geschenks heute schwerer, da wir alle im Überfluss leben, alles haben, was wir brauchen und uns nur noch über wenige Dinge aufrichtig freuen können. Dafür haben wir heute jedoch auch sehr viele Arten von Geschenken, die das Schenken selbst sehr flexibel und vielseitig machen. Es gibt viele Shops, die Geschenke bereits in Kategorien wie Männergeschenke und Frauengeschenke anbieten. Hier kann sich jeder zumindest inspirieren lassen. Geldgeschenke sind eine gute Idee, wenn der zu Beschenkende auf etwas Besonderes spart. Hierfür gibt es mittlerweile tolle Ideen, wie das Geldgeschenk verpackt werden kann. Damit zeigt der Schenkende Kreativität und schenkt doch etwas, das der andere garantiert auch benötigt. Kreativität wird auch in den immer beliebteren Do-it-yourself-Präsenten sichtbar. Hiermit zeigen wir nicht nur Einfallsreichtum, sondern auch den Willen, uns aufrichtig um ein schönes Geschenk zu bemühen.

Geschenkesets wie die Geschenkboxen stellen ein perfektes Geschenk dar, wenn wir auf der Suche nach etwas Besonderem sind. Die unterschiedlichen Sets garantieren, dass für jeden etwas dabei ist. Dabei besteht die Möglichkeit, Boxen auch selbst zusammenzustellen und damit einerseits von der Vielseitigkeit der angebotenen Geschenkboxen zu profitieren und auf der anderen Seite jedoch auch selbst tätig zu werden und nicht einfach ein Geschenk „von der Stange“ zu kaufen.

Mit dem passenden Geschenk kehrt schnell die Freude am Schenken selbst zurück, und wir besinnen uns darauf, was Schenken wirklich sein sollte: Eine Gabe an einen Menschen, der uns lieb und teuer ist – ohne dass wir dafür eine Gegenleistung erwarten. Es sei denn, es ist ein strahlendes Lächeln auf dem Gesicht.

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